Tamar Valkenier
Die Vollzeit-Abenteurerin
DIE VOLLZEITABENTEURERIN – EINE FRAU ZIEHT UM DIE WELT
LIVE-REPORTAGE VON UND MIT TAMAR VALKENIER
Im Alter von 28 Jahren tauscht die gebürtige Niederländerin Tamar ihre vielversprechende Karriere gegen ein Leben auf der Straße ein – auf einem Fahrrad, das sie aus gebrauchten Materialien gebaut hat. Als Obdachlose und Arbeitslose machte sie sich auf eine Reise, die etwa ein Jahr dauern sollte, aber zehn Jahre später immer noch andauert. Obwohl sie weit unter der Armutsgrenze lebt, hat sie sich noch nie so reich gefühlt.
Nach zwei Jahren auf dem Fahrrad reist sie auch viele Kilometer auf Schlittschuhen, auf Kamelen, mit einer Pulka und Skiern, mit einem Esel, und natürlich zu Fuß in die entlegensten Winkel unseres Planeten. Sie erzählt von ihrer dreimonatigen Überquerung der neuseeländischen Alpen, bei der sie nur ein Gewehr und eine Angelrute mit sich führte, um sich zu ernähren.
Ihre erste Reise ins Herz des Altai-Gebirges berührt sie jedoch am meisten. Weit jenseits der letzten Stadt, des Telefonempfangs und der Toilettenspülung reist sie zu den Adlerjägern der Mongolei. Sie muss lernen, wie man auf einem Pferd reitet, wie man ein Kamel packt und wie man sich in der abgelegenen Wildnis dieser zerklüfteten Berge aus Schwierigkeiten heraushält. Mit ihrem eigenen Pferd, Kamel und Hund macht sie sich auf eine epische viermonatige Reise.
Sie überquert wilde Flüsse, den Todespass und sieht sich schon im August mit Schnee konfrontiert. Sie lernt die Entbehrungen eines Nomaden kennen und erwirbt sich den Respekt einer Kultur, die gastfreundlicher, nachsichtiger und verspielter ist als alle anderen, denen sie je begegnet ist. Während sie ihre Tiere in einem Sturm verliert, ihr Pferd sich verletzt und ihr Hund einmal ein Schaf tötet, lernt sie den Wert von tierischen Begleitern kennen und erzählt, wie ihr Kamel ihr das Leben rettet.
Tamar kehrt regelmäßig in das Altai-Gebirge zurück und hat sich mit einer Familie von Adlerjägern angefreundet. Nach jahrelangem Training hat sie schließlich ihren ersten Fuchs mit einem Adler gefangen und im August 2022 den ersten Preis bei einem lokalen Adlerfest gewonnen. Sie gründet eine Nichtregierungsorganisation (NRO) zur Unterstützung notleidender Nomaden und schreibt ein Buch mit dem Titel „Die Vollzeit Abenteurerin“. Als Sahnehäubchen organisieren die örtlichen Nomaden für sie und ihren Mann eine aufwendige kasachische Hochzeit…
Die in den Niederlanden geborene Tamar Valkenier (1986) ließ sich im Alter von 28 Jahren pensionieren. Im Jahr 2015 gab sie ihre vielversprechende Karriere als Kriminalpsychologin bei der niederländischen Nationalpolizei auf. Obwohl es ihr Traumberuf war, verspürte sie einen überwältigenden Drang, sich Zeit zu nehmen, um zu sehen, was das Leben sonst noch zu bieten hat. Als sie einmal angefangen hatte, stürzte sie von einem Abenteuer ins nächste. Fasziniert von traditionellen Lebensweisen besuchte sie die Rentierzüchter in der sibirischen Taiga, die Massai in Kenia und trainierte Überlebenstechniken mit den Ureinwohnern in den kanadischen Rocky Mountains. Sie verbrachte Wintersaisons mit Skitouren und Schlittschuhlaufen in Schwedisch-Lappland, durchquerte Island zu Fuß, lebte von der Natur in Neuseeland und kehrt regelmäßig zu den Adlerjägern in der Mongolei zurück. Tamar ist ein wild gewordenes Stadtmädchen. So hartnäckig und fähig sie auch sein mag, sie ist immer noch ein „Daddy’s Girl“, und so rau die Abenteuer auch sein mögen, sie wird immer wieder innehalten, um an einer Wildblume zu riechen.
Theater / Spielstätte
Theaterhaus
Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.
Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.
Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.
Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart
- Website: www.theaterhaus.com/theaterhaus