Tote Ratten und Gummibärchen

Jan F. Welker, Kai Bliesener, Joachim Speidel, Jochen Faber

Gemälde. Literatur. Performance.

Tote Ratten und Gummibärchen

Von leichter Schwere und schwerer Leichtigkeit

Bewegende Gemälde sieht man normalerweise in Galerien oder Museen. Doch nun ist alles anders. Der Waiblinger Maler Jan F. Welker zeigt zahlreiche Bilder als Teil eines unterhaltsamen Abendprogramms. Gemeinsam mit den Schriftstellern Kai Bliesener und Joachim Speidel und dem Theatermacher Jochen Faber entstand so das Projekt „Tote Ratten und Gummibärchen“.

Inspiriert von den großen Originalen haben die Autoren literarische Miniaturen und Kurzgeschichten verfasst, von denen sie einige an diesemAbend präsentieren werden. Das jeweilige Gemälde ist dabei mehr als eine Kulisse, es ist Teil der Geschichte.

Das Figurentheater liefert ernste und komische Kommentare und Mini-Dramen einer menschengroßen Rattenfigur und ihrer kleineren Kolleginnen zu den starken Bildern und Texten.

Diese bunte Mischung ist humorvoll, gesellschaftskritisch, politisch, aber vor allem enorm unterhaltend.

„Wir haben nur positive und begeisterte Rückmeldungen zum ganzen Abend und den Künstlern“, so Veranstalterin Ina Kern über den ausverkauften Premierenabend am 8. März 2024.

„Es war einfach gut. Ein klasse Abend!“, ergänzte ein Teilnehmer.

Im Zentrum von Welkers Schaffen steht der Mensch mit seinem Schicksal in seiner ganzen existenziellen Breite. Die Autoren und der Theatermacher erkunden diesen Rahmen und bringen dem Publikum so die Bilder nahe. Mal unbeschwert und leicht im Schwebezustand des Glücks, dann wieder in die schicksalhaften Momente abtauchend. Es ist immer auch ein Blick in die Abgründe des menschlichen Seins: persönlich, historisch oder politisch. Die menschliche Schönheit in ihrer Anmut und Sinnlichkeit sind ebenso Thema wie die hässlichen Seiten – Armut, Exzess, Verzweiflung, Brutalität und Gewalt.

Gemälde, Literatur und Performance sind so eng miteinander verwoben, dass etwas ganz Eigenes entsteht: eine Reise durch leichte Schwere und schwere Leichtigkeit.

Aus dem Zusammentreffen der vier ganz unterschiedlichen Künstler ist nun ein besonderes und besonders schönes Buch entstanden, das im März 2024 im Early Bird Books Verlag veröffentlicht wurde.

www.rattenbaerchen.de

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart