Tiedematos // Palo Blanco

Tiedematos
Kubanische Lebensfreude trifft auf rheinische Tiefe – oder vielleicht auch umgekehrt.
Als sich Yaniel Matos und Gunther Tiedemann 2017 beim New Directions Cello Festival in Ithaca (New York) begegneten, entstand sofort eine persönliche und musikalische Verbindung. Aus dieser ersten Begegnung entwickelte sich eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die sie über Festivals und Konzertprojekte in Rio de Janeiro, Köln und darüber hinaus führte.
In ihrem Duo bringen beide Musiker ihre jeweiligen musikalischen Welten zusammen: eigene Kompositionen und neu interpretierte Stücke, geprägt von individuellen Biografien und gemeinsamen Erfahrungen. Südamerikanische Klangfarben begegnen hier ebenso selbstverständlich wie Einflüsse aus Jazz, Rock und improvisierter Musik – offen, neugierig und ohne stilistische Berührungsängste.

Der aus Santiago de Cuba stammende Cellist und Komponist Yaniel Matos verbindet traditionelle afro-kubanische Wurzeln mit den prägenden Einflüssen seiner langjährigen Lebens- und Arbeitszeit in Brasilien. Seine Musik lebt vom Spannungsfeld zwischen Herkunft, europäischer Ausbildung und der tiefen Auseinandersetzung mit afrobrasilianischer Kultur – reich an Rhythmus, Farbe und Ausdruck.

Gunther Tiedemann ist Cellist, Komponist, Arrangeur und Ensembleleiter mit internationaler Konzerttätigkeit in Europa, den USA, Brasilien, Westafrika und Pakistan. Er arbeitete mit renommierten Orchestern und Ensembles ebenso wie mit Musiker:innen unterschiedlichster Genres. Neben seinen Duo-Projekten leitet er Celloorchester und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Gemeinsam schaffen Yaniel Matos und Gunther Tiedemann eine Musik, die von Dialog, Vertrauen und Neugier geprägt ist – eine Begegnung zweier Persönlichkeiten, die ihre Unterschiede nicht glätten, sondern produktiv zum Klingen bringen.
Yaniel Matos – Gesang, Violoncello & Piano
Gunther Tiedemann – Violoncello

Palo Blanco
Der Legende nach brachte Paco de Lucía nach seiner Reise nach Peru in den 1970er-Jahren das Cajón dauerhaft in die Flamenco-Musik ein. Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, ist Flamenco ohne den charakteristischen Klang dieses Instruments kaum vorstellbar. In Palo Blanco verbindet sich das Cajón erneut mit zwei eigenständigen musikalischen Welten: zeitgenössischem Jazz und afroperuanischer Musik.

Der chilenische Schlagzeuger und Komponist Pablo Sáez, bekannt für seine kontinuierliche Suche nach musikalischen Verbindungen zwischen unterschiedlichen Kulturen, präsentiert ein hochkarätiges Ensemble: den Flamenco-Gitarristen Daniel de Alcalá, den virtuosen peruanischen Flötisten Daniel Manrique-Smith sowie den vielseitigen Bassisten Tibor Szűcs („El Tiburón“). Gemeinsam entfalten sie eine Musik, die sich aus der Tradition speist und zugleich offen in die Gegenwart weist.

Palo Blanco ist kein intellektuelles Experiment, sondern eine lebendige, sinnliche und unmittelbare musikalische Begegnung. Manchmal scheint es, als würde der Flamenco mit dem Jazz flirten – neugierig, spontan und getragen von einer tiefen, glühenden Leidenschaft.
Palo Blanco ist lebendig, sinnlich und ehrlich. Manchmal ist es, als würde der Flamenco mit dem Jazz flirten – neugierig, spontan und immer mit dieser glühenden Leidenschaft. — Rheinische Anzeigenblätter
Daniel Manrique-Smith – Flöte und Effekte
Daniel de Alcalá – Gitarre
Tibor Szücs / Ursula Wienken – E-Bass
Pablo Sáez – Cajón, Schlagzeug, Komposition.

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart