RON WILLIAMS meets HARRY BELAFONTE

Ron Williams & Jörg Seidel Trio

“Zu meinen schwarzen Vorbildern gehören Menschen, die mit ihren Stimmen, Ihrer
Courage, ihrer Haltung oder mit ihrem Lebenswerk einem ganzen Land dazu
verhalfen, fest verankerte rassistische Vorurteile in frage zustellen, gar abzulegen.
Einer davon, ein ganz Großer ist HARRY BELAFONTE
Geboren als Harold George Bellanfanti Jr., in 1927 im schwarzen Stadtteil Harlem,
New York City, wurde er zu einer der bedeutenden schwarzen Persönlichkeiten des
20. Jahrhunderts. Sein Vater stammte aus Martinique, seine Mutter war halb
Jamaicanerin, halb Britin.
Den meisten Menschen ist er bekannt als einer der größten und beliebtesten
Entertainer Amerikas. Mit seinen Hits wie “Banana Boat Song” mit dem ikonischen
Ruf “Day-O!” oder “Island in the Sun“, “Jamaica Farewell“, “Matilda“, „Mama Look
at Boo Boo“ und “Angelina“, um nur einige zu nennen, hattet er die Welt mit
karibischer Calypso Musik bekannt gemacht und ein internationales Publikum
erobert.
Sein LP “Calypso“ in 1956 ist der erste Album eines Einzel-Künstlers, das über eine
Million Platten verkaufte. In den 50´er und 60´er Jahre wurde er zum ersten
internationalen schwarzen Film- und Bühnen Star auf allen fünf Kontinenten.
Aber er war viel mehr als all das.
Sein Leben lang folgte er stet’s seiner Maxime: “Haß und Gewalt muß man mit Herz
und Hirn entgegentreten. Es ist nicht genug, ein guter Entertainer zu sein und es
reicht auch nicht, den Menschen immer wieder zu zeigen, wie das Leben so ist. Wir
Künstler haben die Verantwortung, den Menschen zu sagen wie das Leben sein sollte:
Selbstbestimmt und frei.”
Als er 1956 von dem berüchtigten Republikaner, Senator Joseph McCarthy‘, bekannt
für seine rassistischen und faschistischen Ideen, vor sein US Senats-Komitee bestellt
wurde, wo ihm als prominenten Bürgerrechtler vorgeworfen wurde, Kommunist und
Feind Amerikas zu sein, hat er geantwortet: “Ich gebe ihnen folgende Antwort, Sir,
ich habe Sympathien für alle, die sich für die Befreiung unterdrückter Menschen
einsetzen. Wer immer sich dieser Sache verschreibt – ich bin dabei! Also, wenn es das
ist, was Sie mir vorwerfen, dann bin ich schuldig!“
Er wurde als “unfreundlicher Zeuge” entlassen.
Belafonte spielte auch ein entscheidende Rolle beim Werdegang und Aufstieg der
jungen Bürgerrechtsikone Dr. Martin Luther King Jr. Als Freund übernahm er die
Funktion als King‘s “Lotse“ und ebnete dessen Weg durch seine vielen politischen
Verbindungen und Freunde im Showbusiness die ihm finanzielle und moralische
Unterstützung zuteil werden liessen.
Ich hatte das Glück, Dank der Münchner Theater-Produzentin Margrit Kempf,
sein Leben und seine Musik in der Titelrolle darzustellen im Theater Stück DIE
HARRY BELAFONTE STORY in fünf erfolgreichen Theater-Tourneen in
Deutschland, Schweiz und Osterreich.
Meine persönlich Verbindung zur Belafonte begann in den späten 50´er und frühen
60‘er Jahren. Ich hatte die Filme “CARMEN JONES” und “PORGY UND BESS”
gesehen und war begeistert.
Mein Dad war klassischer Sänger und Gesangslehrer. Als ich von ihm erfuhr, daß er
in seinem Studio in der damaligen Carnegie Hall in New York als Gesangscoach mit
Belafonte gearbeitet hatte, war mein Interesse noch größer.
Als ich dann in den 90´ern Belafonte persönlich kennenlernen durfte, konnte ich ihm
davon erzählen. Er konnte sich gut an meinen Dad erinnern.
Im Dezember 2013 war ich in New York mit Bühnenproben für eine DeutschlandTournee der QUEEN ESTHER MARROW GOSPEL SHOW. Dank Queen Esther
Marrow konnte ich ihn in seinen Buro kurz besuchen. Sie hatte ihren Start als junge
Sängerin, wie auch einige andere, durch Harry Belafonte ermöglicht bekommen.
Sie erzählte mir einiges aus dieser Zeit mit ihm während unserer gemeinsamen
Bühnentournee.
Harry Belafonte und ich – wir haben etwas gemeinsam – karibische Wurzeln. Mein
biologischer Vater stammt aus Montego Bay, Jamaika; das verbindet.
Die Faszination für sein Wirken und seine Musik – naturally.” -Ron Williams

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart