Petit Pays – Kleines Land

Faszinierendes Spiel zwischen französischer und deutscher Sprache in einer viel beachteten Inszenierung des Theater La Lune nach einem Roman von Gaël Faye.

Thematisiert wird das Aufwachsen von Jugendlichen in einem politisch instabilen, von Gewalt geprägtem Umfeld. Das Stück zeigt nicht nur die erschütternde Realität Burundis, sondern verweist auf universelle Fragen wie der Migration als globales Phänomen, Verantwortung der Weltgemeinschaft bei Konflikten bis hin zur Interkulturalität als Chance.

Die Besonderheit der Inszenierung besteht im steten Wechsel zwischen den Sprachen Französisch und Deutsch, dem Spiel aus Sicht einer Französisch lernenden Schülerin sowie gekonnten Rollenwechseln in einem reduzierten Bühnenbild.
Beim anschließenden Publikumsgespräch mit den Schauspielerinnen und Schauspielern bestätigt sich regelmäßig die beeindruckende Wirkung der Inszenierung.

Dauer: 70-minütige Theateraufführung auf französisch und deutsch.
Anschließend Publikumsgespräch mit den Schauspielerinnen und Schauspielern. Gesamtdauer ca. 90 Minuten.

Schauspiel: Anna Kaess/Theresa Kempf, Houédo Dieu-Donné Parfait Dossa und Julianna Herzberg
Regie & Dramaturgie: Robert Atzlinger und Boglárka Pap

Eine Theater La Lune Produktion zu Gast im Wilhelma Theater

Die Aufführung richtet sich an Menschen ab 13 Jahren. Französischkenntnisse empfohlen.

Theater / Spielstätte

Wilhelma Theater Aussenansicht

Wilhelma Theater

In den Räumen des Wilhelma Theaters, unter den eindrucksvollen Farben der leuchtenden Wand- und Deckenmalereien, finden jährlich mehr als 150 Vorstellungen in den Bereichen Schauspiel, Oper, Figuren- und Musiktheater statt. Ebenso haben Orchester- und Chorkonzerte, Solistenabende und Kammermusik ihren festen Platz in dem umfangreichen Programm. Darüber hinaus stehen jährlich zahlreiche verschiedenartige Gastspiele auf dem Spielplan des Theaters.

Geschichte
Im Sommer 1837 beauftragte Wilhelm I. von Württemberg den Architekten Ludwig von Zanth mit dem Bau eines „Königlichen Hoftheaters zu Kannstatt“, das bereits drei Jahre später, am 29. Mai 1840, eröffnet werden konnte. Das Wilhelma Theater war ein durchaus neuer Typus von Theater- kein Privattheater, das nur der Aristokratie vorbehalten war, sondern ein Bürgertheater. Darüberhinaus ist es das älteste Theater Stuttgarts, das in seiner klassizistischen Bauweise und dem pompejianischen Stil einzigartig in Europa ist.

Ein kontinuierlicher Spielbetrieb konnte in den folgenden Jahrzehnten allerdings nie etabliert werden, weil der Lauf der Geschichte und die zunehmend problematische Verkehrssituation die Attraktivität des Hauses negativ beeinflussten. In den 60er und 70er Jahren dachte man sogar über einen Abriss des inzwischen völlig schmucklosen und heruntergekommenen Theaters nach.

Die gedankliche Wende kam glücklicherweise in den 80er Jahren und somit die Einsicht, das außergewöhnliche und in seiner Bausubstanz noch gut erhaltene Theater vollständig in seiner ursprünglichen Form zu restaurieren. Dem kam zugute, dass 1984 entschieden wurde, das Haus der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart zur Verfügung zu stellen. Das Wilhelma Theater konnte somit am 1. Dezember 1987 als Lehr- und Lerntheater unter der künstlerischen Leitung von Herrn Prof. Dr. Felix Müller wiedereröffnet werden.

Heutzutage finden pro Spielzeit in der Regel drei bis vier Hochschulproduktionen aus den Bereichen Schauspiel, Oper und Figurentheater statt. Die Produktionen bereiten die jungen Studenten unter hochprofessionellen Bedingungen auf ihre künftigen Berufe vor und bieten den Sängern und Schauspielern die Möglichkeit, ihre künstlerischen Ergebnisse einem breiten Publikum zu präsentieren. Das Publikum liebt vor allem die jugendliche Frische, den Elan und die Professionalität, mit der die jungen Studenten die Vorstellungen unter großem persönlichem Einsatz auf die Bühne bringen.

Die Theaterbar ist eine Stunde vor der Vorstellung, in der Pause und nach der Vorstellung für Sie geöffnet.

Wilhelma Theater
Neckartalstr. 9
70376 Stuttgart