Noch´n Gedicht – Ein Heinz-Erhardt-Abend

Ein Heinz-Erhardt-Abend zusammengestellt von Uwe Hoppe

Heinz Erhardt – heiter-besinnlich, betrunken und gesungen.

Sein Leben in Liedern, Gedichten, Getränken und Geschichten

„Noch ‚n Gedicht“ war eines seiner Markenzeichen, neben des Unbeholfenen, Trotteligen und Biederen, das er verkörpern konnte wie kein Zweiter. Die Rede ist hierbei natürlich von Heinz Erhardt, der nicht nur zu seinen Lebzeiten, sondern über seinen Tod hinaus seinen Ruhm gehalten hat. Ein Jahr nach seinem 40. Todesjahr kommen seine Gedichte und Lieder wieder auf die Bühne – zusammengestellt von Uwe Hoppe.

Noch während er im großelterlichen Musikgeschäft lustlos arbeitete, galt Heinz Erhardt als Geheimtipp für private Feiern in Riga – wo er geboren und aufgewachsen war. Doch der Ruhm sollte sich erst einstellen, nachdem er die Liebe seines Lebens, Gilda Zanetti, geheiratet hatte und sie gemeinsam mit ihren vier Kindern den zweiten Weltkrieg überlebt hatten. Über das Radio bahnte sich Erhardt seinen weg auf die Filmleinwand und wurde somit unsterblich.

Sein Humor ist zeitlos und begeistert bis heute Menschen jedweden Alters. Das liegt wohl vor allem an seinen kreativen Wortspielen und klug verdrehten Redewendungen.

Kein Wunder, dass er den zweiten Platz der zehn nachhaltigsten Comedians belegt.

Regie und Bühne: Uwe Hoppe

Es spielen: Charis Hager, Lou Bertalan, Ambrogio Vinella

Theater / Spielstätte

Theater der Altstadt in Stuttgart

Theater der Altstadt

Das Theater der Altstadt ist ein professionelles Privattheater, das am 14. November 1958 von Klaus Heydenreich und Elisabeth Justin gegründet wurde. Es ist eines der ältesten privaten Theater in Baden-Württemberg.

Zirka 27 000 Zuschauer besuchen jährlich die Vorstellungen des Theaters der Altstadt.

Der literarisch orientierte Spielplan vereint ganz unterschiedliche Regiehandschriften und -konzepte. Neben Komödien, Klassikern und Musicals machen Produktionen zeitgenössischer Bühnenwerke den klug zusammengestellten Spielplan komplett. Auch Lesungen, Liederabende und verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche stehen mit langer Tradition auf dem Programm.

Geschichtlicher Überblick

1958 – 1968: Gründungsjahre in der Brennerstraße
Klaus Heydenreich, ehemaliger Dramaturg bei der Ufa und Oberspielleiter bei verschiedenen Stadttheatern, hatte zusammen mit seiner Frau Elisabeth Justin die wunderbare Vision eines eigenen „kleinen“ Theaters in Stuttgart. Gesagt, getan: binnen kürzester Zeit entsteht durch die Mithilfe von Gottfried Müller (Gründer der Bruderschaft Salem) in der Brennerstraße 17 ein Holzbau für 99 Zuschauer. Am 14.11.1958 öffnet sich der Vorhang des Theater der Altstadt zum ersten Mal für die zwei Einakter „Ödipus“ von André Gide und „Der schöne Gleichgültige“ von Jean Cocteau unter der Regie von Klaus Heydenreich.Das Theater der Altstadt ist damit das erste Privattheater, das nach dem zweiten Weltkrieg in Stuttgart seine Pforten öffnet.
Die Philosophie Klaus Heydenreichs setzt sich durch – am Ende des Jahres 1965 überschritt die Zahl der Besucher des Theaters die 20 000-Grenze – das Theater hat sich etabliert und ist zu einem festen Bestandteil der Stuttgarter Kulturszene geworden.

1969 – 1993: Brand und Neubau unterm Charlottenplatz
Am 11. Juli 1969 um 3.30 Uhr geht eine telefonische Mitteilung ein: Das Theater der Altstadt brennt. 15 Minuten später ist der Holzbau in der Brennerstraße ein rauchender Trümmerhaufen: Spielstätte, Zuschauerraum, Dekorationen, Bühne – verbrannt. Das benachbarte Griechische Zentrum nimmt das Theater der Altstadt auf. Die Schatzgräber, ein Stuttgarter Laientheater installieren Scheinwerfer, Kabel, Anschlüsse. Bewohner des Bohnenviertels, kundig des Zimmerns und Schreinerns, fertigen Ersatzdekorationen, schleppen Möbel herbei, Frauen der Nachbarschaft greifen zu Nadel und Faden. Mitglieder des Theaters veranstalten neben der Ruine eine Ausstellung. Ein gerettetes Sparschwein sammelt erste Spenden. 36 Stunden nach der Vernichtung spielt das Theater der Altstadt wieder – „Magic Afternoon“ von Wolfgang Bauer, das Erfolgsstück, auch am neuen Ort. Walter Erich Schäfer, damaliger Generalintendant des Staatstheater Stuttgart, stellt spontan das Kammertheater zur Verfügung, so daß „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, fünf Tage nach dem Brand seine fristgerecht Premiere erlebt. Nach einem Jahr wechselnder Spielstätten können die Pläne für ein Theater mit 155 Plätzen in der Straßenbahnunterführung des Charlottenplatzes verwirklicht werden.

1993 – dato: Spielstätte am Feuersee
1993 Übernahme des Theaters im Westen – die Bühnen am Charlottenplatz und in der Rotebühlstraße werden parallel bespielt. 1995 übernimmt Susanne Heydenreich die kommissarische Leitung des Theaters der Altstadt und wird 1996 nach einer öffentlichen Ausschreibung mit 48 Bewerbern als Intendantin bestätigt. 1998: Aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses, wird die Förderung nur noch für ein Theater gewährt. Nach 27 Jahren im „Untergrund“, wird die Bühne am Charlottenplatz 1998 geschlossen und die Pforten für das „Theater der Altstadt im Westen“ mit „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn, im ehemaligen „Feuerseekino“ mit 148 Plätzen, geöffnet. Seit Juli 1999 ziert die Gipsbüste Arthur Schopenhauers das Vordach des Theaters.

Nach dem Umbau des Balkons im Jahr 2003 konnte die Zahl der Sitzplätze auf 187 erhöht werden.
Mit seinen zeitgenössisch-kritischen Stücken ist das Theater der Altstadt immer wieder auf Gastspiele im In- und Ausland eingeladen – so war zuletzt „A Clockwork Orange“ (Regie Wilfried Alt) im Rahmen des Festivals „Theatre World Brno“ in Brünn zu sehen. Mit „Draußen vor der Tür“ (Regie Wilfried Alt) war das Theater der Altstadt für den Monica Bleibtreu Preis 2014 in der Kategorie (moderner) Klassiker nominiert. Ebenfalls 2014 war das Theater der Altstadt mit „Der Kissenmann“ (Regie: Uwe Hoppe) zum 1. McDonagh-Festival in Perm (Russland) eingeladen.

Die Theaterbar ist eine Stunde vor der Vorstellung, in der Pause und nach der Vorstellung für Sie geöffnet.

Theater der Altstadt
Rotebühlstr. 89
70178 Stuttgart