„Imbalance“
Tanzcompany Idem
„Imbalance, the contradictory nature of Dionysus“ ist ein zeitgenössisches Tanzstück, dass sich mit dem Widerspruch zwischen menschlichen Bedürfnis nach Kontrolle und dem Wunsch sich davon zu befreien, auseinander setzt. Inspiriert vom antiken griechischen Weingott Dionysos, verbindet die Choreographie, poetische Bilder mit einer virtuoser und vielseitigen Tanztechnik.
In der griechischen Mythologie, ist Dionysos nicht nur der Gott des Weins und der Exzesse. Er wird auch mit Fruchtbarkeit, Produktivität, schöpferische Kraft, Hingabe, der Ursprung des Theaters und Selbstaufgabe in Verbindung gebracht. Jedoch steht er vor allem, für die Balance zwischen dem rationalen und dem irrationalen, für Kontrolle und Chaos. Im Mythos versucht er den Menschen zu vermitteln, dass sie sich über ihre „dunkle“ Seite bewusst werden sollen, um diese letztlich zu akzeptieren.
Das Excessive kann ungeheuere schöpferische Kraft freisetzen aber auch ins Verderben führen. Der Mensch trägt jenen Widerspruch in sich. Er sehnt sich nach Glück, Frieden, Schönheit, Unsterblichkeit und ist Erschaffer großartiger Werke. Gleichzeitig ist er in der Lage, die schlimmsten Verbrechen zu begehen und kann der Zerstörer von Welten sein. Wir sind rational aber auch völlig irrational. Dies spiegelt sich auch in den Bewegungen und Szenen der zweiteiligen Tanzvorstellung wieder, mit nahtlosen Übergängen, kraftvollen und dynamischen Bewegungen, bis hin zu, langsamen und traumhaften Passagen. Die energetische zeitgenössische Choreographie konzentriert sich auf eine ausdrucksstarke Dynamik, Kontraste und Bewegungen die den Eindruck erwecken, aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Die Tänzer/innen setzen eine Spannung und eine Energie frei, die sich ständig verändert und die dualistische Welt von Dionysos zum Ausdruck bringt.
Theater / Spielstätte
Theaterhaus
Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.
Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.
Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.
Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart
- Website: www.theaterhaus.com/theaterhaus