Hector Martignon // Natalia Rose

Hector Martignon

Der kolumbianische Pianist und Komponist Hector Martignon, seit vielen Jahren in New York lebend, gehört zu den markanten Stimmen des zeitgenössischen Jazz. Seine Musik bewegt sich mühelos zwischen verschiedenen Welten: Jazz, europäische Klassik, lateinamerikanische Folklore und afro-kubanische Harmonien verbinden sich zu einer vielschichtigen, offenen Klangsprache.

Martignon wurde mehrfach für den Grammy Award in der Kategorie Latin Jazz nominiert und arbeitete über viele Jahre als Pianist, Arrangeur und Komponist im Sextett New World Spirit von Ray Barretto. Darüber hinaus führten ihn Kollaborationen mit Künstlern wie Paquito D’Rivera, Gato Barbieri, Tito Puente und Paul Simon auf internationale Bühnen. Auch im Bereich Film und Theater ist er präsent – unter anderem mit Beiträgen zur Filmmusik von Eat Drink Man Woman (Ang Lee) sowie als musikalischer Leiter von Broadway-Produktionen.

Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Hector Martignon intensiv in der musikalischen Ausbildung. Er unterrichtet Jazzkomposition an der Hochschule für Musik und Theater München und lehrt an der Hofstra University in New York. Mit dem Salsa Piano Book veröffentlichte er zudem ein weltweit genutztes Lehrwerk für Pianist:innen.

Ob im großen orchestralen Rahmen oder im intimen Solo- und Trio-Format: Martignons Musik lebt von harmonischer Tiefe, rhythmischer Freiheit und einer großen klanglichen Neugier. Seine Kompositionen und Improvisationen spiegeln ein Leben wider, das von kultureller Vielfalt, musikalischer Offenheit und kontinuierlicher Suche nach neuen Ausdrucksformen geprägt ist.

Hector Martignon – Piano

Natalia Rose

Das Natalia Rose Quartet ist ein zeitgenössisches Ensemble unter der Leitung der kolumbianischen Gitarristin und Komponistin Natalia Rose. Ihre Musik bewegt sich zwischen feinsinnigen Jazzharmonien, melancholischen Klangfarben und traditionellen kolumbianischen Rhythmen. Ziel ist es, innere Bilder entstehen zu lassen – musikalische Porträts, die Emotionen, Landschaften und Erinnerungen miteinander verweben.

Das Debütalbum Retratos de un Juego de Sombras (2017) entstand aus der Inspiration durch Fotografien der kolumbianischen Fotografin Camila Malaver, die den Alltag der Gemeinden in Barranco de Loba (Bolívar, Kolumbien) dokumentieren. Musik und Bild treten hier in einen stillen Dialog. Mit dem zweiten Album Impresiones (2021) verdichtete sich der Klang des Ensembles – dunkler, kraftvoller und noch persönlicher.

Im März 2025 erschien das aktuelle Album El Alma (Die Seelen), das erstmals um ein Streichquartett erweitert wurde. Reich an Texturen, Farben und Naturklängen zeichnet Natalia Rose darin ein vielschichtiges musikalisches Bild Kolumbiens. Unterschiedliche Geschichten, Landschaften und Erfahrungen verschmelzen zu einem warmen, zugleich explosiven Klangraum.

Natalia Roses kompositorischer Ansatz speist sich bewusst aus anderen Kunstformen: Bilder, Natur, Stimmungen und innere Zustände werden in Musik übersetzt und laden das Publikum zu einer imaginativen Reise ein.

Das Quartett trat auf renommierten Festivals in Lateinamerika auf, unter anderem beim Jazz al Parque und Barranquijazz, und teilte die Bühne mit Künstlern wie Ron Carter und Paquito D’Rivera. Seit ihrem Umzug nach Deutschland im Jahr 2022 ist Natalia Rose mit ihrem Ensemble europaweit unterwegs – von Deutschland über Spanien und Belgien bis nach Zypern.

Omri Abramov – Saxophon Tenor und Sopran
Natalia Rose – Gitarre und Komposition
Francesco Beccaro – Bass
Marc Michel – Schlagzeug

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart