Gosse & Glamour – Echo der Moderne

ORSO (Orchestra & Choral Society e. V.)

Viele Kurt-Weill-Songs sind weltbekannt und einige wurden zu Jazz-Standards wie “Speak low”, “My Ship” oder “Mack the Knife. In Deutschland erinnert man sich meist nur an die Werke seiner Schaffensphase vor seiner Flucht nach Amerika: Die Dreigroschenoper oder das Mahagonny-Songspiel. Seine Broadwaywerke wie “Street Scene” oder “One Touch of Venus” oder “Lady in the Dark” hört man hierzulande selten.

Was das alles mit ORSO (Orchestra & Choral Society e. V.) zu tun hat? Gründer von ORSO ist der gebürtige Kippenheimer Wolfgang Roese. Er lebt heute in Berlin, in der Stadt, in der Kurt Weill die “Dreigroschenoper” schuf. In Kippenheim, nur zwei Häuser weiter von dem Haus in dem Roese aufgewachsen ist, lebten die Eltern von Kurt Weill, Albert und Emma. Albert war Kantor an der Synagoge in Kippenheim. Genau dort starteten die ORSOvocals vergangenen Sommer eine außergewöhnliche Performance unter dem Titel “Gosse & Glamour”. Sie begann in der Synagoge, dann zog der Chor samt Orchester singend, tanzend und spielend durch das Dorf, machten im Hof des Gasthauses Rindfuß Station (dem Haus der Weills) und wanderten ins Bürgerhaus, wo sie eine fulminante Show darboten.

ORSOvocals – das sind die Stimmen des ORSOchores der Standorte Berlin, Stuttgart und Freiburg. Sie schlüpfen in die Rollen der Gestalten aus Weills Schaffen und bringen die wilden 20er- und düsteren 30er-Jahre in einer wilden Revue auf die Bühne des Theaterhauses. Zu erleben sind sie unter der Leitung von Wolfgang Roese am Klavier mit Kurt Weills Welthits sowohl aus seiner deutschen als auch amerikanischen Schaffensphase.

Icon Kalender
Samstag, 11. Juli 2026
Icon Uhr
19:30 Uhr
Icon Ort
Theaterhaus Stuttgart
Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart