Daniela Widmer und David Och

UND MORGEN SEID IHR TOT - 259 Tage als Geiseln der Taliban

UND MORGEN SEID IHR TOT
259 Tage als Geiseln der Taliban
Live Reportage von und mit Daniela Widmer und David Och

Eine Reise auf dem Landweg nach Asien, abseits ausgetretener Pfade, voller Neugier auf fremde Kulturen. Doch die Abenteuerlust von Daniela Widmer und David Och endet in der Gewalt pakistanischer Taliban. Achteinhalb Monate lang sind sie Geiseln der islamischen Fundamentalisten und gezwungen, über sich hinauszuwachsen. Im Theaterhaus in Stuttgart erzählen sie ihre unfassbare und tief emotionale Geschichte.
Im alten VW Bus entlang der Seidenstraße nach Indien und in den Himalaya, quasi ins Berner Oberland des indischen Subkontinents – dies war das Reiseziel der beiden Schweizer Daniela Widmer und David Och. Ein lang gehegter Traum. Voller Freude und Offenheit brechen sie auf. Zunächst geht alles gut, das Unterwegssein macht Spaß, die Begegnungen sind herzlich. Auf dem Rückweg durch Pakistan jedoch geschieht das Unfassbare: Sie werden von einem bewaffneten Kommando aus ihrem Fahrzeug gezerrt und 500 Kilometer Richtung Norden an die Grenze zu Afghanistan verschleppt, nach Waziristan, ins Stammland der Taliban. Die „Gotteskrieger“ sehen in den beiden Europäern die Chance, inhaftierte Glaubensbrüder frei zu bekommen und Lösegeld zu kassieren. Es folgen 259 Tage in Todesangst und Ungewissheit. Während der Gefangenschaft haben Daniela und David die Sprache Pashun gelernt, um zu kommunizieren und Nähe zu den Entführern aufzubauen. Sie haben alles minutiös geplant, Pläne aber auch wieder verworfen, neu kreiert und drei mögliche Varianten bereit gehabt für die Nacht der Flucht. Am 15. März 2012 beginnen sie, ihr zweites Leben selbst zurückzuholen…
Anschaulich, fesselnd und berührend schildern Daniela Widmer und David Och ihre Erlebnisse und berichten, mit welchen Strategien sie die extreme Ausnahmesituation, die ständige Bedrohung, Hunger und Krankheiten, gemeistert haben. Dabei geben sie seltene und enorm interessante Einblicke in eine Welt und Kultur, die für uns unvorstellbar ist.
Ihre Geschichte haben Daniela Widmer und David Och gemeinsam unter dem Titel „Und morgen seid ihr tot“ im DuMont Verlag veröffentlicht; das Buch erreichte Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste der Schweiz.
2021 wurden ihre Erlebnisse zudem von dem Schweizer Regisseur Michael Steiner verfilmt. Daniela Widmer wurde 2023 auf den Discovery Days mit ihrem Vortrag für die „Beste Story“ ausgezeichnet.

Daniela Widmer
Daniela Widmer verbrachte ihre Kindheit im Reusstal im Kanton Aargau und war oft mit ihrer Familie in den Bergen unterwegs. Nach dem Schulabschluss und einer Lehre als Kauffrau begann sie eine Ausbildung bei der Polizei und arbeitete zwei Jahre bei der Kantonspolizei Bern. Später leitete sie ein Restaurant in Zermatt, arbeitete als Direktionsassistentin in einem Hotel und ist seit 2019 Gemeindeammann der Gemeinde Bellikon. Dort lebt sie mit ihrem Partner und ihren beiden Kindern.

David Och
David Och absolvierte die Ausbildung zum Pädagogen und arbeitete mehrere Jahre in einer Einrichtung für mehrfachbehinderte Erwachsene. Später wurde er Kantonspolizist und engagierte sich nach der Rückkehr aus Pakistan beim Schweizer Militär, wo er sich an Auslandseinsätzen zur Friedensförderung beteiligte. Parallel studierte er Psychologie und schloss im Jahr 2021 mit einem Master in Kriminologie und Kriminalpsychologie ab. Heute arbeitet er als Drohnentechniker im Kanton St. Gallen, wo er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt.

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart