Baha und die wilden 70er

Sanat Ensemble

Eine Veranstaltung von ver.di Stuttgart, IG Metall Stuttgart, DIDF Stuttgart, DGB Baden-Württemberg in Kooperation mit Theaterhaus Stuttgart.
Dauer 130 Minuten inkl. Pause.

Baha und die wilden 70er
Ein Musical über den Ford-Streik 1973
von Nedim Hazar

Deutschland, Anfang der 70er Jahre: in der Industrie arbeiten hunderttausende Gastarbeiter für Niedriglöhne – bis ein „wilder Türkenstreik“ die Republik erschüttert. Im August 1973 besetzen rund 10.000 überwiegend türkische Beschäftigte das Fordwerk in Köln, fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit und wehren sich gegen anstehende Massenentlassungen. Während Funk und Fernsehen mit Schlagzeilen wie „Übernehmen Gastarbeiter die Macht?“ provozieren, musizieren, singen und tanzen die Streikenden im Werk. Der Kampf scheiterte, doch Streiksprecher Baha Targün wurde in der türkischen Community zur Legende.

Das Kölner Sanat Ensemble – ein 22köpfiges Ensemble aus Schauspiel und Musik – bringt dieses fast vergessene Kapitel deutscher Geschichte gemeinsam mit Zeitzeug:innen auf die Bühne. Presse und Publikum jubeln über diese mitreißende Zeitreise, untermalt von eigens für das Musical komponierten Songs, darunter das Titelstück von Eko Fresh: „Eine Mark mehr für alle!“ Dazu erklingen Klänge der wilden Siebziger: Lieder von Janis Joplin, David Bowie und Hannes Wader sowie „jugoslawische” und anatolische Volksweisen, die live von einer Rockband inklusive zwei Celli und Baglama gespielt werden.

Theater / Spielstätte

Theaterhaus Stuttgart

Theaterhaus

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der (Neu)Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.Werner Schretzmeier gründeste 1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, das Theaterhauses in Stuttgart Wangen. 2003 zieht das Theaterhaus in das neue Domizil am Pragsattel, im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit verliehen. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

Direkt neben dem Theaterhaus befindet sich das Restaurant der PS!Theatergastronomie Catering & Service GmbH, der angegliederte schöne Biergarten ist bei trockenem Wetter ab April geöffnet. Die Bar im Theaterhaus biete neben Getränken auch kleine Snacks an.

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart